Noch kennt sie jeder, „die Wismut“. Ein Stück Heimat. Identität, die verloren ging. Etwas, an dem viele Herzen hingen. Janusköpfig – das unter strenger Geheimhaltung geförderte Uran floss in die sowjetische Rüstungsindustrie. Doch was erzählen wir nachfolgenden Generationen? Jenen, die nicht mehr dabei waren, für die „die Wismut“ eine GmbH für Bergbausanierung geworden ist? Zur selben Zeit, als in Hiroshima und Nagasaki der Zweite Weltkrieg beendet worden war, fuhren sowjetische Geologen im Erzgebirge in alte Zinn- und Silberschächte ein. In der Pechblende hatten sie Uran gefunden. Das atomare Wettrüsten konnte beginnen. Der ursprüngliche Plan, zur schnellen Förderung Gulags einzurichten, wurde bald geändert. Die Besatzungsmacht griff auf die Erfahrungen der sächsischen Bergbautradition zurück. Untertägige Arbeit war eine Frage des „Standesbewusstseins“. Mit beeindruckenden Löhnen und Privilegien wurden die oft übermenschlichen Anstrengungen, in den Berg zu fahren, motiviert. „Bergmann isst mehr.“ Eigene Warenhäuser, Kliniken, Ferienanlagen, das Wismut-Orchester und Fußball in der Oberliga, gehörten ebenso zur Wismut wie verschwundene Landschaften und die Schneeberger Krankheit. Das Feuer, das Prometheus den Menschen brachte, kann nicht nur wärmen, sondern auch zerstören.
Einführung
Jedes Stück birgt seine Geheimnisse – Gedanken hinter den Texten, Geschichten hinter den Kulissen. Die Dramaturgie lädt Sie ein, mehr über die Hintergründe der Inszenierungen zu erfahren, Verbindungen zu entdecken und neue Perspektiven zu gewinnen. Vorstellungsbeginn ist nicht erst, wenn der Vorhang sich hebt – lassen Sie sich einstimmen auf das, was Sie auf der Bühne erwartet.
Am Sonntag, dem 10. Januar 2027, 11.00 Uhr, findet ein Premieren-Lunch statt.
Wer schon vor einer neuen Inszenierung einen lebendigen Eindruck vom Entstehungsprozess gewinnen möchte, ist bei unserem Premierenlunch genau richtig. Immer sonntags – eine Woche vor der Premiere, jeweils um 11.00 Uhr – lädt das Inszenierungsteam dazu ein, Hintergründe, Gedanken und künstlerische Entscheidungen kennen zu lernen. Das künstlerische Team berichtet von seiner persönlichen Annäherung an das Werk, von der Arbeit an den Rollen und von kleinen Episoden aus der Probenzeit. Unterschiedliche Kostproben machen Lust auf mehr und werden Sie endgültig davon überzeugen, dass Sie die Premiere im Eduard-von-Winterstein-Theater keinesfalls versäumen wollen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Präsentation besteht die Möglichkeit, im Theatercafé eine kleine Mittagsmahlzeit zu genießen, reservieren können Sie diese unter 0176 32565175.
Die Vorstellung am Sonntag, dem 7. März 2027, 18.00 Uhr, findet als Relaxed Performance statt.
Theater ist eine Vereinbarung. Das Ensemble und das Bühnenpersonal verabreden, wie die Vorstellung ablaufen soll. Das Publikum nimmt die Plätze ein und befolgt viele ungeschriebene Regeln. Diese sind scheinbar klar und alle sind einverstanden. Aber das Ganze kann auch ziemlich stressig sein. Geht es uns allen nicht manchmal so? Ruhig sitzen, nicht reden, den Platz nicht verlassen können, ziemlich lange und im Dunkeln ... Eine Relaxed Performance – Entspannte Vorstellung – richtet sich an alle, die sich im Theater ein bisschen freier fühlen möchten. Wir brechen mit der konventionellen Theateretikette und lassen während der Vorstellung die Türen des Saals offen. Wir möchten eine entspannte Atmosphäre schaffen und eine Rückzugsmöglichkeit in unserem Snoozle-Raum auf der Studiobühne anbieten. Wir lassen die Lichter an und zeigen eine reizarme Aufführung für alle, die vorher gezögert haben, ins Theater zu gehen. Wir freuen uns auf Sie!