Einmal im Jahr laden wir Prominente aus Kultur und Kunst zu einer Podiumsdiskussion in das Theater ein. Umrahmt von Musik und kulinarischen Genüssen diskutieren sie zu unserem Spielzeitmotto. Meinungen und Ideen werden ausgetauscht und geschärft. Einander zuhören ist die Tugend, die uns verbinden kann, so wie der Klang der Musik uns verbindet und die gemeinsame Freude an der Kochkunst der Theatercafécrew. Das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen oder einfach zuzuhören. „Werden wir hoffnungsvoll gewesen sein?“ Dieses Motto spannt einen Bogen vom ältesten Philosophen der Welt, Thales von Milet, bis hin zu Siegmund Freud. Thales schrieb, dass Hoffnung das ist, was Menschen verbindet, denn Hoffnung können auch die haben, die sonst nichts haben. Freud hingegen bemerkte über die Hoffnung des Menschen auf ein Leben nach dem Tod: „Was soll ihm die Vorspiegelung eines Großgrundbesitzes auf dem Mond, von dessen Ertrag noch nie jemand etwas gesehen hat?“ Wer von beiden war hoffnungsvoll und wer hoffnungslos?