Es war einmal ein Schrauber, der lebte hoch oben im Erzgebirge und besaß eine winzige Garage, schick und aufgeräumt am Rande der Siedlung hinter dem Friedhof. Eines Tages kam ein Fremder des Wegs und fror. Der Schrauber eilte zu Hilfe und wollte dem Frierenden seinen alten Katalytofen verkaufen. Mit dem wurde früher immer die Garage geheizt. Aber der Fremde besaß kein Geld, das Geschäft platzte im letzten Augenblick. Der Winter war kalt, der Fluss gefroren, und bald stand ein Polizist vor der Tür mit einem amtlichen Schreiben aus der fernen Stadt. Nach der bayerischen Sanktionsverordnung zum Schutze vor gefährlichen Gütern (Schutzvergüterungsgesetz) Paragraf dreihundertdrei, Absatz vier, Ziffer fünf, lag eine Straftat vor. Ein Katalytofen darf nicht veräußert werden! Bußgelder flossen und ein abenteuerlicher Ritt durch so manches Amt begann: die umweltgerechte Entsorgung eines Katalytofen.
Das Stück handelt nicht nur von diesem Ofen. Es handelt von Erinnerungen, die mit solchen Öfen verbunden sind. Eine Reise zurück in alte Zeiten, als man noch mit Katalytofen Garagen heizte. Eine Reise zu krachendem Ostpunk und verkrachten „Einstufungen“. Auch damals waren so manche Katalytofenbesitzenden schon so mancher Behörde suspekt.
Das Stück entstand nach einer Kurzgeschichte von Ralph Geisler, dem Betreiber der Rochhausmühle Grünhainichen, einem Antikhandel im historischen Ambiente. In seiner Scheune gibt es Konzerte, Theater und Literaturabende, bei denen man u. a. auch seinen Texten lauschen kann. Ähnlichkeiten der Geschichte mit der Wirklichkeit sind vielleicht nur ein bisschen zufällig. Die Bühnenfassung stammt von Marco Süß.
Pressestimmen
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„[...] Eine Reise zurück zu Reihengaragen und verölten Schrauben, zu Ostpunk und verkrachten Einstufungen. Erinnerungen mit viel Unterhaltungswert. [...]“
Freie Presse | Antje Flath | 31.01.2026
„[...] Kabarett à la Erzgebirge: Western aus dem tiefsten Osten zeigt Potential zum Straßenfeger. [...]“
Freie Presse | Antje Flath | 31.01.2026
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RARITÄT I URAUFFÜHRUNG
Nach einer wahren Legende von Ralph Geisler Für die Bühne bearbeitet von Marco Süß
Gefördert durch den Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen als regional bedeutsame Einrichtung.
Gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Diese Einrichtung wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.