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Ensemble

Solisten

Jürgen Karthe

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Als Neunjähriger begann Jürgen Karthe, Akkordeon zu spielen. Nach einer technischen Berufsausbildung und abgebrochenem Kultur-Studium machte er nach der „Wende“ sein Hobby zum Beruf und wurde Musiker. An den Landesbühnen Sachsen komponierte und musizierte Jürgen Karthe in fünf Inszenierungen mit, u. a. in Brechts Puntila. 1994 begann er, nach einem Vorleben in der Folkloreszene, Bandoneon zu spielen und gründete die Band Andorinha. Mit diesem Sextett spielte er zwölf Jahre lang Tango und feierte große Erfolge. Er reiste zu den bedeutenden Festivals in Venedig, Turin, Moskau, Paris, Istanbul, Yokohama und natürlich spielte er fast überall in Deutschland.

Die heute recht große Dresdner Tangoszene wäre ohne seine Impulse und seine kontinuierliche Arbeit nicht denkbar. Immer wieder spielte und spielt er in anderen Projekten, in der Inszenierung der Semperoper die Tango-Oper „Porque, Porque, Tango - Orphee“, die jahrelang erfolgreich in Dresden und anderen Städten lief, mit den Münchner Symphonikern, mit dem Gewandhausorchester Leipzig, mit Fabian Klentzke als „Duo Tango Amoratado“und mit den „Los Muchachos Paraguayos“ südamerikanische Folklore. Mit seinem „Cuarteto Bando“ und dem „Gran Orquesta de Tango Carambolage“ ist er musikalisch zu den Wurzeln des Tangos zurückkehrt.

Die Geschichte der Musik und des Instruments interessierte Jürgen Karthe immer mindestens so sehr wie der Tango selbst. 1997 reiste er erstmals für eine Fernsehproduktion zur Geschichte des Bandoneons nach Buenos Aires. Seit Jahren nutzt er seine weitgespannten Kontakte zu Musikern und Instrumentenbauern, um alle verfügbaren Informationen zur Entwicklung des Bandoneons und des Tangos zusammenzutragen und aufzubereiten. Dazu hält Karthe Vorträge an Universitäten und Hochschulen. Als Ergebnis entstand eine Hörbuchproduktion und ein Fachbuch über das Bandoneon, um die Ergebnisse seiner Recherchen auch anderen zugänglich zu machen.
Fasziniert von dem Klang und den Möglichkeiten des Bandoneons folgte Jürgen Karthe dem Weg des Bandoneons. Dieser Weg begann bei ihm wie bei dem Instrument im Erzgebirge und führte auf Umwegen bis nach Buenos Aires. Zuerst studierte er ein halbes Jahr am Musikkonservatorium in Rotterdam. Er lernte bei bekannten Maestros aus Argentinien und Uruguay wie Marino Rivero, Nestor Vaz und Nestor Marconi. Sein eigenes Spiel orientiert sich an Anibal Troilo und Ciriaco Ortiz. Jürgen Karthe erstrebt nicht die bloße technische Perfektion, sondern eben das Besondere des Tangos, die Kraft der Straße, den Wechsel von Leidenschaft und Gelassenheit und dies machte ihn zu einem der gefragtesten deutschen Bandoneonisten.

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